Wahlendow
 
in Pommern

Das bronzezeitliche Gräberfeld im Kuhbergholz


Das „Kuhbergholz“ zwischen Wahlendow, Buggow und Bömitz ist ein etwa drei Hektar großes Waldgebiet in der Gemeinde Rubkow. 1978 wurde es vom Rat des Kreises Anklam als Flächennaturdenkmal ausgewiesen. Grund dafür war insbesondere die ungewöhnlich hohe Konzentration von Bodendenkmalen aus der Bronzezeit. Während man damals von rund 40 Hügelgräbern ausging, wurden 1994 insgesamt 126 Grabanlagen dokumentiert, darunter 61 Grabhügel und 52 ebenerdige Steinsetzungen.

Die Grabanlagen liegen in einem etwa 130 bis 170 Jahre alten Eichen-Hainbuchen-Wald. Pollenanalysen weisen darauf hin, dass dessen Zusammensetzung Ähnlichkeiten mit dem Wald der Zeit aufweist, in der die Gräber angelegt wurden. Ob das Gebiet damals tatsächlich bewaldet war, ist allerdings fraglich, da Hügelgräber meist an weithin sichtbaren Stellen errichtet wurden.

Das Gräberfeld wurde bereits in den 1970er-Jahren als wissenschaftlich bedeutend eingestuft und diente unter anderem als Exkursions- und Wanderziel. Auch 1994 wurde sein Zustand als außergewöhnlich gut bewertet. Natürliche Beeinträchtigungen waren vor allem durch umgestürzte Bäume und Wildschweine entstanden. Über die Identität und gesellschaftliche Stellung der vor 3000 bis 4000 Jahren dort bestatteten Menschen liegen keine gesicherten Erkenntnisse vor.


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Der Steinbrecher im Hundewinkel